Sherlock

Mein Wolfhundrüde Sherlock, zog im Frühjahr 2015 im Alter von 8 Wochen bei mir ein.

Zu dieser Zeit lebten bei mir meine Chihuahuarüden Benji und Charly. Leider ist Benji inzwischen verstorben, Charly jedoch ist mit knapp 15 Jahren noch putzmunter.

Obwohl ich schon von Kind an, mein Heim mit einem oder mehreren Hunden geteilt hatte, machte mir das Zusammenleben mit Sherlock schnell bewusst, wie wenig ich über Hunde wusste. 

Ich absolvierte zu eine Ausbildung zum Hundetrainer, in der Hoffnung, damit für die Erziehung dieser selbstständigen und ursprünglichen Rasse gewappnet zu sein.

In den ersten Lebensjahren hatte dies auch den Anschein. Doch um so älter und ernster Sherlock wurde, um so deutlicher wurde mir, dass ich mit meinem bisherigen Vorgehen, bei ihm nicht mehr weiter komme.

Sein Auftreten wurde ernster, seine Konflikte mit fremden Hunden offensichtlicher und seine Jagdambitionen kalkulierter. 

Mein Glück war es, dass ich durch eine Freundin auf Natural Dogmanship und das Institut für Hundeerziehungsberatung aufmerksam wurde.

Im Sommer 2017 begann ich, mich zu informieren.

Es kostete mich viele Stunden, versunken in Lektüre und Grübeln, die Philosophie für mich zu ergründen. Doch war das meiste für mich auf Grund meiner Vorbildung im Bereich der Psychologie doch leicht nachzuvollziehen. Es war einfach ein Blickwinkel, aus dem ich Hunde nie gesehen hatte.

So begann ich, so gut ich es konnte, Sherlock und seine Bedürfnisse ernst zu nehmen. Ich begann, mich mit den Ursprüngen seines Verhaltens auseinander zu setzen, anstatt sein Verhalten in meinem Sinne zu manipulieren und um oder weg zu trainieren.

Tatsächlich habe ich ihn erst in der Zeit danach wirklich kennen gelernt. 

Er ist ein Hund mit sehr viel Charme. Er kommuniziert gerne und begrüßt mich täglich mit einem herzlichen " Abuuuhbuhbuh". Er ist körperlich sehr geschickt und genießt es bei unsere gemeinsamen Jagd auf Ersatzbeute, zu balancieren und zu klettern.

Wenn er neue Kontakte schießt, ist er zunächst aufgeregt. Er freut sich jedoch sehr, langjährige Freunde, ob nun Zwei oder Vierbeiner, wieder zu sehen.

Die Konflikte mit fremden Hunden, spielen in unserem Alltag immer noch eine Rolle, aber diese wird kleiner und kleiner. Es geht mir nicht mehr darum, ihn "in Ordnung zubringen". Es geht darum, das wir ein Team sind und gemeinsam eine gute Zeit haben, und so wird der Platz für Ängste jeden Tag ein bisschen kleiner.

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